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INTERTON TRIO

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Großer Auftritt mit dem Dreieichlied

 

Dreieich - Lehrerin Regine Marie Fürst-Wilke hat ihre Mühe, die gespannte Atmosphäre in der Aula abzubauen. Vom Klavier aus blickt sie zu den gut 40 jungen Chorsängern rüber. Die stehen ein wenig eingeschüchtert da – nervös von der Schuhsohle bis in die Haarspitzen. Von Cora Werwitzke

 

 

 

 

© cor

Vor ungewohnter Kulisse sangen gut 40 Schüler der Heinricht-Heine- und Ricarda-Huch-Schule das Dreieichlied. Kameras, Licht und Mikrofone sorgten für Kribbeln in der Magengrube. Die Aufnahmen werden im Film „Unsere Heimat ist Dreieich“ zu sehen sein.

Der Grund: Gleich vier Kameras und mehrere Scheinwerfer sind auf den gemischten Chor der Heinrich-Heine- und Ricarda-Huch-Schule gerichtet. Die Fünf-, Sechst- und Siebtklässler singen in dieser schulübergreifenden Konstellation für einen besonderen Anlass. Sie werden im Film „Unsere Heimat ist Dreieich“ zu sehen – und vor allem zu hören sein.

 

„Das wird die letzte Szene des Films“, bemerkt Helmut Sauer. Der Frontmann des Interton-Trios hat schon zum zweiten Mal nach 2007 befreundete Musiker, Heimatkundler und Techniker um sich geschart, um etwas Großes auf die Beine zu stellen. Vor fünf Jahren war es eine Heimat-CD mit Liedern und Geschichten aus Dreieich und seinen Stadtteilen. Jetzt folgt die logische Steigerung: ein Heimat-Film.

 

 

Dreharbeiten laufen seit vielen Monaten

Die Dreharbeiten laufen seit vielen Monaten, sie stehen jetzt kurz vor dem Abschluss. „Sobald die Aufnahmen mit dem Schulchor im Kasten sind, haben wir das Filmmaterial so gut wie zusammen“, sagt Sauer. So weit, so gut, doch zwischen Drehbeginn und Drehschluss liegt in der Aula noch ein klitzekleines Problem: die Aufregung. Beim ersten Versuch erklingt das Dreieichlied bis zum Solopart, beim zweiten einen Tick länger. Den dritten Versuch halten die Schüler von Regine Marie Fürst-Wilke (Ricarda-Huch-Schule) und Stephanie Dietz (Heinrich-Heine-Schule) bravourös durch. Dumm nur, dass sich mittendrin plötzlich ein Licht verabschiedet. Es hilft nichts, es geht also nochmal von vorne los.

 

Werner Orth und sein Team vom Film- und Videoclub Dreieich nehmen es gelassen. Sie haben nicht nur vier Kameras, sondern auch Zeit mitgebracht. Orth erklärt, dass sich sein Team bei den Aufnahmen in der Aula auf die Bilder konzentriert. „Um den Ton kümmert sich ein Frankfurter Studio – das bekommen Professionelle nochmal besser hin als wir.“

 

 

Mehr als 100 Mitwirkende

Mehr als 100 Mitwirkende hat das Projekt vor und hinter den Kulissen. Abgesehen von einigen wenigen professionellen Kräften machen alle unentgeltlich mit. Ausgaben, die bei der Produktion dennoch entstehen, übernimmt – wie schon 2007 – Sponsor Robert Lösch.

 

„Der Verkaufserlös soll auch diesmal wieder dem Haus Dietrichsroth zugute kommen“, kündigt Helmut Sauer an. Bis zur Veröffentlichung wird jedoch noch Zeit vergehen. Die Mitglieder des Film- und Videoclubs werden die eine oder andere Woche am Schnittplatz verbringen, Ton und Bild müssen synchronisiert werden. „Das Datum für die Veröffentlichung ist noch offen“, sagt Sauer. „Wir wollen schließlich keinen Zeitdruck aufbauen.“

 

Die Dreharbeiten in der Heinrich-Heine-Schule verfolgt das Sprendlinger Urgestein aus dem Hintergrund heraus. Das Dreieichlied aus 40 Kinderkehlen – der erfahrene Musiker wirkt beseelt. „Dieses Lied“, sagt er, „war eigentlich schon vergessen.“ Rolf Nieß (Text) und Günther Heine (Musik) komponierten es 1980. Doch das Stück verschwand in einer Schublade, bis das Interton-Trio es vor fünf Jahren wiederbelebte. Nun soll es im Film zur gemeinsamen Hymne aller Dreieicher werden. Dazu passt symbolisch die Schlussszene: Die alte gibt der jungen Generation das Lied mit auf den Weg.