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Es wird gefeiert bis es kracht

 

Es wird gefeiert bis es kracht, die Fastnacht ist ja hausgemacht

Von Leo Postl

 

Die Siedler feierten in der Buchenbuschhalle. Es gab eine Playbackshow, Tänze, Gesang und in der Bütt wurden auch ernste Themen angesprochen.

 

Neu-Isenburg. Mit etwas „Hausgemachtem“ verbindet der Mensch lukullische Genüsse. Auf den Neu-Isenburger Karneval übertragen ist die „Küche“ von Ursula Braun eine solche Produktionsstätte von besonderen närrischen Spezialitäten. Die Frau des Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft Buchenbusch, Peter Braun, hat seit der Siedlerfastnacht im vergangenen Jahr unentwegt an neuen Ideen gearbeitet und diese mit den ihr zur Verfügung stehenden Akteuren umgesetzt. Am Samstagabend boten die Narren der Siedlergemeinschaft Buchenbusch wieder jene Mischung von närrischen Büttenreden und Showbeiträgen auf der Bühne, die für die „Siedler“ typisch sind. „Wir sind schon ein bisschen stolz, dass wir noch alles aus den eigenen Reihen auf die Beine stellen können, nur vom Karnevalsverein ,Die Watze’ macht die Garde und die Eulenspiegelgarde mit“, betonte Braun.
 

Die mit viel Aufwand zur Siedler-Narhalla umgestaltete Buchenbuschhalle war ausverkauft. Die Hausband, das „Interton Trio“, brachte schnell beste Stimmung unter die Narren im Saal. Siedlergemeinschafts-Vorsitzender Peter Braun hieß alle willkommen und versprach einen tollen Abend mit vielen Überraschungen. Vor allem die Playback-Show ist legendär – und darauf freuten sich die Narren.

 

Los ging es mit Helmut Krapf, der sich als gestandener Mann in der Bütt vorstellte und viel Applaus erhielt. Seinen Aussagen stellte dann Helga Völker ihr eigenes Bild von der „Krone der Schöpfung“ gegenüber. Da gab es doch recht große Unterschiede, ganz zur Freude der Narren.

 

Wie es auf dem Arbeitsamt zugeht, wenn ein Sprendlinger Arbeit sucht, führten Thomas Krapf und Horst Schimkat vor. „Geboren?“, fragte der Beamte. „Ja, klar!“, so die Antwort. „Wohnhaft?“ – „Ich war noch nie in Haft!“ Zuständig war der Arbeitsuchende vorher für die Reden der ehemaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, für die Steuer von Uli Hoeneß sowie für den Bau der Bischofsresidenz in Limburg. Jetzt bot ihm der Beamte einen Job als Zugbegleiter an, doch der Klient wollte nicht neben dem Zug herlaufen.

 

Das Gesangs-Trio Karl-Heinz Müller, Horst Schimkat und Gerd Jacubasch sorgte mit selbst getexteten Liedern für fröhliche Stimmung in der Siedler-Narhalla. Recht ernste Themen sprach dann Horst Schimkat als „kritischer Zeitbetrachter“ in der Bütt an. „Zur Flucht gezwungen geht es los, wenn es sein muss, auch mit dem Boot“, zielte Schimkat auf die Flüchtlinge ab.

 

Skandale des ADAC und ein berühmter Stinkefinger im Wahlkampf waren weitere Themen. Dann wurde es wieder richtig lebendig auf der Bühne: Die Eulenspiegelgarde zeigte ihren Tanz zu „Die schnellste Maus von Mexiko“ und wurde mit großem Applaus bedacht. Noch mehr Beifall erhielten die tanzenden Siedler-Männer, die sich zur Schlagermelodie „Winni, winni“ als Südsee-Schönheiten im leichten Wellentakt wiegten – ohne eine Zugabe kamen sie nicht von der Bühne.

 

Und dann kam sie endlich, die mit Spannung erwartete Playback-Show der Siedler. Da lief wieder einmal der Ur-Siedler Helmut Krapf zur Höchstform auf. Lagen ihm beim Lied „So schön kann doch kein Mann sein“, die Frauen zur Füßen, so war es am Ende der ganze Saal, der mit ihm sang: „Millionen Frauen lieben mich“. Zum Finale versammelten sich alle Mitwirkenden um das Prinzenpaar auf der Bühne und besangen die hausgemachte Siedler-Fastnacht.


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