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INTERTON TRIO

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Mit Musik Bedürftigen helfen

 

Neu-Isenburg - Am Anfang stand die Idee, mit einem kleinen Benefizkonzert der Speisekammer St. Josef und damit vielen Hilfsbedürftigen in Neu-Isenburg zu helfen – doch dann wurde eine richtige Welle der Hilfsbereitschaft daraus.

 

© Postl

Stimmungsmacher auf der Bühne: Das Interton-Trio zusammen mit Gerd Jacobasch, Maria Lather, Laura Protzmann, Karl-Heinz Müller und Horst Schimkat.

 

„Wir wollten es einfach mal versuchen, doch dass es ein so großer Erfolg werden würde, hat wohl kaum jemand gedacht“, beschreibt Erster Stadtrat Stefan Schmitt als Schirmherr der Veranstaltung seine Eindrücke. Aus dem angekündigten Interton-Trio mit Leader Helmut Sauer, Karlheinz Kastner und Hans Lenk ist ein Quartett geworden – denn Peter Sauer sitzt ebenfalls mit seinem Drumset dabei und macht mächtig Stimmung. Doch damit nicht genug. Mit einem Isenburger Original, dem ehemaligen Watz Karl-Heinz Müller, sowie dem singenden Karnevalisten aus dem Buchenbusch, Horst Schimkat, und Gerd Jacobasch gesellen sich weitere Förderer der Idee von Helmut Sauer dazu. Und auch Laura Protzmann und Maria Lather haben sich spontan angeschlossen. Diese stimmgewaltige Mischung auf der Bühne sorgt denn auch für Begeisterung im proppenvollen Saal im Gemeindezentrum St. Josef. Pfarrer Martin Berker heißt als Hausherr die Gäste willkommen und dankt den Initiatoren. „Wir wissen um die Not vieler Mitbürger, die jede Woche zur Speisekammer kommen, deshalb war es für den Kirchenvorstand eine Selbstverständlichkeit, diesen Raum fürs Konzert zur Verfügung zu stellen“, betont Berker. Auch Bürgermeister Herbert Hunkel hebt die großen Verdienste des ehrenamtlichen Speisekammer-Teams mit rund 40 Helfern um Leiterin Annette Mühl für die ganze Stadt hervor. Als Geste der Stadt hat der Rathauschef einen Scheck über 2 500 Euro mitgebracht.

 

Annette Mühl schildert den rund 200 Gästen im Saal noch einmal die wahre Situation vieler Mitbürger, die auf Spenden fürs Überleben angewiesen seien. „Zur Abholung von Lebensmitteln kommt bestimmt niemand gerne, nur wenn die Not es notwendig macht“, so Mühl mit Blick auf die psychische Belastung jener, die sich in die Schlange stellen, um sich Brot, Wurst und Obst zu holen. Da die Not noch zunehmen werde, appelliert Mühl weiter an die Spendenbereitschaft von Bürgern und Firmen – aber auch an Menschen, die das Team künftig mit ihrem persönlichen Einsatz unterstützen wollen.

 

Das Interton-Trio brennt dann ein musikalisches Feuerwerk mit Melodien aus den Wirtschaftswunderjahren ab – das Publikum ist begeistert. „Das machen wir bestimmt wieder – aber dann in der Hugenottenhalle“, zeigt sich Stefan Schmitt beeindruckt. „Wir hatten 200 Besucher, 300 hätten wir haben können und da geht noch was“, so der Schirmherr. Er überreicht Annette Mühl einen Scheck über 2000 Euro als Vorschuss aus der Veranstaltung. Gestern zieht Initiator Sauer dann begeistert Bilanz: „Das Konzert erbrachte aus Eintritt und Spenden 3214 Euro, zusätzlich erhielt die Speisekammer einen Betrag von sagenhaften 2500 Euro, den der Bürgermeister gesammelt und überreicht hat.“

(lfp)

 
 

Artikel lizenziert durch © op-online


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